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Handarbeit aus Deutschland
Glossar

Fischernetz-
Begriffe erklärt

Von Deckgarn bis Einzugsverhältnis — die wichtigsten Fachbegriffe rund um Fischernetze, kurz und ohne Umschweife.

Stellnetz

Ein senkrecht im Wasser stehendes, verankertes Fischernetz. Unten hält die Bleileine (Senkschnur) das Netz am Grund, oben trägt die Schwimmerleine es aufrecht. Fische verfangen sich beim Durchschwimmen.

→ Stellnetze

Kiemennetz (einwandig)

Stellnetz aus einer einzigen Netzwand. Der Fisch schwimmt bis zu den Kiemen hindurch und bleibt hängen, weil er weder vor noch zurück kommt. Die Maschenweite bestimmt die Fanggröße.

→ einwandige Stellnetze

Trammelnetz (dreiwandig)

Stellnetz aus drei Lagen: ein feines Innennetz zwischen zwei groben Deckgarn-Wänden. Der Fisch drückt das Innennetz durch die große Außenmasche und sitzt in einer Tasche fest. Auch Spiegelnetz genannt.

→ dreiwandige Stellnetze

Maschenweite

Der Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Knoten einer Masche, gemessen im gestreckten Zustand, in Millimetern. Sie entscheidet, welche Fischgröße hängen bleibt und welche durchschwimmt.

→ alle Fischernetze

Einzugsverhältnis

Das Verhältnis zwischen der gestreckten Länge des Netzblatts und seiner tatsächlichen Länge nach dem Anbinden an die Leine. Ein Einzug von 1:2 bedeutet, dass die Leine halb so lang ist wie das gestreckte Netz. Ein lockerer Einzug bildet fängigere Taschen.

→ Fischernetze mit wählbarem Einzug

Deckgarn (Obernetz)

Das grobmaschige Außennetz eines dreiwandigen Netzes, meist 230–300 mm. Es bildet zusammen mit dem feinen Innennetz die Fangtasche. Ohne Deckgarn gäbe es keine Tasche.

→ dreiwandige Netze

DANLINE

Ein gedrehter, schwimmfähiger Schnurtyp aus Polyethylen, der als Schwimmerleine dient. In 4 mm für Stellnetze, in 6 mm für die schwereren Treibnetze. Robust und formstabil.

→ Netze auf DANLINE

Monofilament

Netzmaterial aus einem einzelnen, durchsichtigen Kunststofffaden. Fast unsichtbar im Wasser, dadurch fängig bei klarem Wasser. Weniger UV- und reibungsbeständig als Nylon.

→ Monofil-Netze

Nylon (Polyamid)

Netzmaterial aus verzwirntem Polyamid, meist 29Tex×2. Robuster und langlebiger als Monofilament, hält Reibung und UV besser aus. Die Wahl für trübes Wasser und langen Netzstand.

→ Nylon-Netze

Schwimmschnur

Die obere Leine des Netzes, die für Auftrieb sorgt und das Netzblatt aufrecht hält. Bei uns wahlweise als DANLINE oder als leichtere Schwimmschnur, je nach gewünschtem Netzstand.

→ Fischernetze

Senkschnur (Bleileine)

Die untere, beschwerte Leine, die das Netz am Grund hält und straff nach unten zieht. Das Gewicht wird in Gramm pro Meter angegeben (12–50 g/m) — mehr Gewicht für Strömung.

→ Stellnetze

Rahmennetz

Stellnetz mit fest eingebauten Rahmen von 0,5×0,5 m, die tiefe Fangtaschen bilden. Dadurch höhere Fängigkeit als bei einem normalen Stellnetz gleicher Maschenweite.

→ Rahmennetze

Treibnetz

Nicht verankertes Netz, das mit der Strömung driftet, während der Fischer im Boot daneben bleibt. Als Oberflächen- oder Grundvariante, auf DANLINE 6 mm.

→ Treibnetze

Handarbeit (auf Schlaufe)

Das manuelle Anbinden jeder Masche an die Leine mit einer Schlaufen-Knotung. Aufwendiger als die maschinelle Montage, aber die Maße und der Einzug stimmen exakt.

→ handgefertigte Netze